Archiv für den Monat Juni 2011

Einbrecher in der Ferdinand-Lassalle-Straße

Vorsicht: Auch in den Sommermonaten und besonders zur Urlaubszeit können in den eigenen vier Wänden wieder äußerst ungebetene und auf hohe Beute spekulierende “Gäste” anzutreffen sein! Wie die Wuppertaler Polizei in einer Pressemitteilung verkündet, wurde am Wochenende des 25. und 26. Juni 2011 zum Beispiel in ein Reihenhaus in der Ferdinand-Lassalle-Straße eingebrochen. Nach zunächst gescheiterten Hebelversuchen an der dortigen Terrassentüre verschafften sich die Eindringlinge allerdings im Anschluss doch noch Zutritt zu den Räumlichkeiten durch ein weiteres Fenster im Erdgeschoss.

Ob etwas entwendet wurde, steht jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

 

Facebook-Party: Festnahmen und Verletzte

Als der Partyverlauf kippte (Foto: mm)

Als der Partyverlauf kippte (Foto: mm)

Es gab im Vorfeld der großen Facebook-Party, zu der letztlich rund 1.600 Personen ihr Kommen angekündigt hatten, eigentlich nur drei Szenarien, wie der Abend ablaufen könnte: Entweder es bleibt weitestgehend friedlich (ein paar Zwischenfälle gibt es bei solchen Veranstaltungen immer) und es wird eine tolle Erfahrung für die Ronsdorfer. Andererseits kann auch das Wetter (es waren Regenschauer angekündigt, die auch über Ronsdorf hinweggezogen sind) seinen Teil dazu beitragen und die Party vorzeitig beenden oder nur in einem kleinen Kreis stattfinden lassen. Oder aber es kommt zu größeren Zwischenfällen, es eskaliert und die Polizei muss eingreifen. Dass es schließlich zu letzterer Variante kam, bedauern alle.

Die “Ascheweg Night 2011″ hatte zunächst wirklich locker und fröhlich begonnen. Bereits rund eine Stunde vor dem “offiziellen” Veranstaltungsbeginn hatte sich eine größere Gruppe Jugendlicher im Ascheweg versammelt. Und im Laufe des Abends wurden es dann auch immer mehr: Nach Polizeiangaben geht man von rund 800 Besuchern aus. Wenn man bedenkt, dass bei der abgesagten “Thessa-Party” in Hamburg von 16.000 angekündigten Mitfeierern “nur” 1.600 gekommen waren, ist das eine äußerst gute Quote. Und die Worte von Stadtsprecherin Martina Eckermann klingen da fast schon wie Hohn: “Die 50 Leute, die da kommen werden“, hatte sie gegenüber dem SonntagsBlatt zu Protokoll gegeben. Sollte das reine Deeskalationspolitik sein? “Es waren 50 bis 500 Personen prognostiziert”, erklärte hingegen Polizeisprecher Detlev Rüter noch am Freitagabend. Und man hatte durchaus mit einem ruhigen Verlauf der Feier gerechnet.

Flaschenwurf brachte das Fass letztlich zum Überlaufen

Kurz nach 21.00 Uhr kippte die Stimmung allerdings ein wenig: Am Laufe des Leyerbaches neben dem Kaufpark wurden auf einer kleinen “Insel” bengalische Feuer entzündet. Auch einige Feuerwerkskörper flogen. Es gab die ersten von – laut Feuerwehr – insgesamt 16 Verletzten, die Polizei griff zu dieser Zeit aber noch nicht ein. Eine Gruppe von Ordnungshütern der Bereitschaftspolizei postierte sich allerdings an der Kreuzung In der Krim / Zandershöfe – und lenkte so die Aufmerksamkeit einiger “Feiernden” auf sich, welche die Beamten mit Sprechchören “begrüßten”. Als dann jedoch gegen 21.25 Uhr eine Bierflasche in Richtung der Polizei flog und kurz vor den Einsatzkräften auf dem Boden aufkam, wurde gehandelt: Acht Beamte stürmten in die Menge, “um bestimmte Personen herauszuholen”, wie Polizeisprecher Rüter erklärte. Zahlreiche Polizisten folgten unter Einsatz von Pfefferspray, um den Grünstreifen komplett abzusperren und die sich dort aufhaltenden Personen einzukesseln. “Wir wollten doch nur feiern”, erzählte eine junge Augenzeugin später: “Das hat auch den Unbeteiligten richtig Angst eingejagt, als die da angerannt kamen.” [ weiterlesen » ]

 

Facebook-Party im Ascheweg?

Eng werden könnte es am morgigen Freitagabend, 17. Juni 2011, in der Ronsdorfer Innenstadt. Denn über das soziale Netzwerk Facebook haben sich bereits über 1.100 (meist junge) Personen zu einer großen Party im Ascheweg angekündigt.

“Bis zum heutigen Tag war es nur ein Geheimtip: Die alljährliche ‘Ascheweg Night’ im Zentrum von Wuppertal-Ronsdorf. Ab sofort ist sie eine öffentlich bekannt gegebene Party”, ist dort zu lesen. Ab 19.30 Uhr soll dann groß gefeiert werden: “Bringt euren Gettho-Blaster mit, kauft euch reilich Getränke und feiert einfach auf der Straße. Holt euch die Straße zurück! Tanzen & trinken gehören auf die Straße, nicht in überteuerte Clubs, Kneipen oder Discotheken. Scheißt auf eure Planungen & lasst die Party wieder auf der Straße steigen, wie früher!”

Nachdem die 15-jährige Thessa kürzlich in Hamburg zu ihrer Geburtstagsparty über Facebook geladen hatte, dieses Event im Internet nicht als privat kennzeichnete und somit sich tausende Gäste ankündigten, zum Teil auch kamen und die Sache damit fast vollends aus dem Ruder geriet, gibt es derzeit unzählige Nachahmer. Aus diesem Grund wurden auch für den Partyaufruf in Ronsdorf “Vorkehrungen” getroffen: “Es gibt keinen offiziellen Veranstalter! Wie nehmen nur unser Recht wahr uns freizügig zu bewegen & zu feiern. Deswegen scheißt auf die Polizei & lasst euch nicht von ihnen anpissen. Ihr seid zum feiern da, nicht zum pöbeln!” Die Party soll bis in die Nacht gehen. Ob das große Trinkgelage allerdings wirklich stattfindet und wirklich hunderte Teilnehmer kommen, ist fraglich.

Nachtrag: Polizei und Ordnungsamt werden am Freitagabend in Ronsdorf Präsenz zeigen. Sie wollen aber nur dann eingreifen, wenn zu viel Alkohol getrunken werden sollte und es – besonders zu späterer Stunde – zu laut wird.

Nachtrag, 18.06.2011: Einen recht ausführlichen Beitrag von uns zum Geschehen des Freitagabends bei der “Ascheweg Night 2011″ gibt es unter diesem Link…