Fünf Euro für die Zukunft des Bades

 
Hans Walter Westebbe, Jürgen Windgassen

H. W. Westebbe und J. Windgassen

Die Situation rund um das Ronsdorfer Bandwirker-Bad sieht dramatisch aus. Nachdem der Vorstand des Fördervereins zwei Wochen zuvor bereits in einer Pressekonferenz über die angespannte Finanzlage berichtete, berief er am 28. November 2011 eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein, um gemeinsam mit den Trägern des Bades das weitere Vorgehen zu beraten.

Fakt ist, dass auf den Förderverein im Jahr 2012 nun die kompletten Betriebskosten zukommen. Somit klafft monatlich eine Finanzlücke in Höhe von 8.750 Euro. Auf das Jahr gerechnet entsteht nach derzeitiger Lage ein Minus von 105.000 Euro. “Wir sind daher auf Unterstützung angewiesen”, mahnte Fördervereinsvorsitzender Jürgen Windgassen. Man stehe zwar in Verhandlungen mit der Stadt und mit Unternehmen, ein Lichtblick zeichne sich allerdings noch nicht ab.

Seine Idee daher: “Wenn jeder Ronsdorfer nur fünf Euro spendet, das ist eine Packung Zigaretten oder zwei Cappuccino, dann ist die Zukunft des Bades für das kommende Jahr gesichert.” Für nur zehn Cent pro Woche könnten die Kinder weiterhin in Ronsdorf Schwimmen gehen und müssten nicht in die Schwimmoper fahren, mahnte Windgassen: “Nun sind die Ronsdorfer gefordert, ob sie weiterhin ihr Schwimmbad behalten wollen.”

Die Mitglieder des Fördervereins gehen da mit gutem Beispiel voran: Sie stimmten auf der Versammlung einstimmig dem Vorschlag des Vorstandes zu, bereits im Januar die kompletten Jahresbeiträge für das Jahr 2012 einziehen zu lassen. Damit sei eine gewisse Zeit der Badbetrieb gesichert. Bei drei Enthaltungen wurde der Vorstand auch damit beauftragt, eine mögliche Erhöhung des Mitgliedsbeitrages zu prüfen. “Es geht in 2012 noch weiter”, erklärte Windgassen, “wie weit es geht, das hängt nun ganz allein von der Hilfsbereitschaft der Ronsdorfer ab.” Der Januar sei nun gesichert, der Februar allerdings bereits offen.

Dass es Verein und Betreibergesellschaft ernst meinen, das sehe man daran, dass den Bediensteten keine Kündigungen ausgesprochen worden seien, ließ Hans Walter Westebbe von der Geschäftsführung des Bades verlauten. Die Eintrittspreise blieben allerdings auch 2012 stabil: “Nur der Preis des 50er-Coins wird von 130 Euro auf 150 Euro angehoben, das ist durchaus akzeptabel”, so Westebbe. „Unser Dilemma ist, dass wir nur ein Bad haben“, zeigte sich auch Beisitzerin Christel Auer bestürzt. Für mögliche Investitionen sei kein Geld da, auch Förderungen bekäme man größtenteils nur mit Aufbringen eines Eigenanteils, erklärte Vorsitzender Jürgen Windgassen: “Wir wissen genau, dass wir aus dem Ronsdorfer Schwimmbad kein Spaßbad machen können.”

Auch in den kommenden Wochen ist im und um das Bad herum viel geplant: Nach dem Nikolaus-Schwimmen am 6. Dezember findet am 12. Dezember im Stadthaus am Bandwirkerplatz eine Podiumsdiskussion “Braucht Ronsdorf das Bandwirkerbad?” statt. Am 28. Dezember gibt es zudem eine “Willkommen 2012″-Party im Bad mit zahlreichen Attraktionen. Unter anderem werden dann auch drei Ronsdorf-Bilder der Malschule Tricolli versteigert. “Zusammen haben wir eine Chance, sollen wir sie nutzen”, appelliert BaRon-Geschäftsführer Westebbe.

Wer für die Erhaltung des Bandwirker-Bades spenden möchte, kann dies auf das Konto 48 97 32 des Förderverein Bandwirker-Bad Ronsdorf e.V. bei der Stadtsparkasse Wuppertal (Bankleitzahl 330 500 00). Weitere Informationen zu Verein und Bad gibt es auch online unter www.bandwirkerbad-ronsdorf.de.

 

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2 Reaktionen zu »Fünf Euro für die Zukunft des Bades«

  1. Windgassen

    Guten Morgen Herr Müller,

    guter Artikel. Vielen Dank für die Unterstützung.

    Gruß
    Jürgen Windgassen

  2.  
  3. RONSDORF.NET » “Finde es wichtig, dass es erhalten bleibt!”

    [...] sind bislang nach dem Spendenaufruf bei der kürzlich anberaumten Mitgliederversammlung 9.455 Euro an Spenden zusammen gekommen. Davon rund 1.000 Euro im Rahmen der Jahresabschlussfeier [...]

  4.  

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