Ronsdorfer müssen um ihr Bad kämpfen
“Wir wissen, dass es rechts und links schönere Bäder gibt”, musste Lothar Nägelkrämer (CDU) in Richtung Cronenberg oder Remscheid anerkennen. Dennoch lohne sich seiner Meinung nach der Einsatz der Ronsdorfer für ihr Bandwirker-Bad: “Unsere Kinder sollen Schwimmen lernen, nicht Duschen oder Bus fahren”, ergänzte auch Ratsherr Alexander Schmidt (FDP) im Rahmen einer namhaft besetzten Podiumsdiskussion im Saal der evangelischen Gemeinde.
Zu dieser war auch mit Matthias Nocke der städtische Dezernent für Kultur, Schule und Sport nach Ronsdorf gekommen. “Es ist uns natürlich nicht leicht gefallen, uns von diesem Bad zu trennen”, gab er vor nur rund 130 Zuhörern zu Protokoll. Allerdings müsse die Stadt durch den Stärkungspakt Stadtfinanzen die “finanzwirtschaftliche Todesspirale anhalten” und sich unter anderem von Bädern trennen, zumal man diesbezüglich noch in einer “auskömmlichen Lage” sei: Die Landeshauptstadt Mainz habe beispielsweise nur ein einziges städtisches Bad.
Es sei ein „sehr ambitioniertes Vorhaben“, so Nocke, das Bandwirker-Bad mit einem Förderverein weiter zu betreiben. “Wir werden so lange durchhalten, wie es geht”, erklärte Bad-Geschäftsführer Thomas Heider. “Wir wollen das Unmögliche möglich machen!”
Kritische Töne schlug Bezirksvertreterin Ingrid Rode (SPD) an: “Uns gegenseitig zu beklatschen hilft uns nicht.” Eine solche Diskussion über die Bad-Zukunft hätte es vor einem dreiviertel Jahr geben müssen. Sie hoffe zwar, dass das Bad überlebe. Es reiche aber nicht, nur guten Willen zu zeigen: “Man muss auch fordern und etwas anbieten”, ergänzte Alexander Schmidt.
Während bislang über 18.000 Euro an Spenden zusammen gekommen sind, findet im März ein Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters zugunsten des Bandwirker-Bades statt, erzählte der Fördervereinsvorsitzende Jürgen Windgassen. Auch die DLRG will im April an einem Info-Nachmittag für sich und das Bad werben. “Es liegt an den Ronsdorfern, das Bad zu erhalten, nicht an uns”, so Windgassen. “Jeder Euro, der zu uns kommt, heißt einen Tag mehr”, appellierte auch Geschäftsführer Thomas Heider.
Bezirksbürgermeister Lothar Nägelkrämer zeigte sich bestürzt, dass nur 650 Ronsdorfer Mitglied im Förderverein seien. Ziel müsse es sein, die Zahl auf 2.000 Personen anwachsen zu lassen, um besser agieren zu können. “Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen werden”, zeigte sich Fördervereinschef Jürgen Windgassen trotz allem optimistisch. “Wir bereichern unseren Stadtteil, wir sind auf einem guten Weg”, ergänzte Bürgervereinsvorsitzende Christel Auer.















[...] jedoch nach langer Diskussion per Mehrheitsbeschluss abgelehnt. Eintracht gab es hingegen in Sachen Bandwirker-Bad: Hier appellierte die Vorsitzende Beate Stamm, sich der Linie des Vereins anzuschließen und sich [...]