Ronsdorfer müssen um ihr Bad kämpfen
“Wir wissen, dass es rechts und links schönere Bäder gibt”, musste Lothar Nägelkrämer (CDU) in Richtung Cronenberg oder Remscheid anerkennen. Dennoch lohne sich seiner Meinung nach der Einsatz der Ronsdorfer für ihr Bandwirker-Bad: “Unsere Kinder sollen Schwimmen lernen, nicht Duschen oder Bus fahren”, ergänzte auch Ratsherr Alexander Schmidt (FDP) im Rahmen einer namhaft besetzten Podiumsdiskussion im Saal der evangelischen Gemeinde.
Zu dieser war auch mit Matthias Nocke der städtische Dezernent für Kultur, Schule und Sport nach Ronsdorf gekommen. “Es ist uns natürlich nicht leicht gefallen, uns von diesem Bad zu trennen”, gab er vor nur rund 130 Zuhörern zu Protokoll. Allerdings müsse die Stadt durch den Stärkungspakt Stadtfinanzen die “finanzwirtschaftliche Todesspirale anhalten” und sich unter anderem von Bädern trennen, zumal man diesbezüglich noch in einer “auskömmlichen Lage” sei: Die Landeshauptstadt Mainz habe beispielsweise nur ein einziges städtisches Bad.
Es sei ein „sehr ambitioniertes Vorhaben“, so Nocke, das Bandwirker-Bad mit einem Förderverein weiter zu betreiben. “Wir werden so lange durchhalten, wie es geht”, erklärte Bad-Geschäftsführer Thomas Heider. “Wir wollen das Unmögliche möglich machen!” [ weiterlesen » ]


