Hospizhelfer: “Echter Qualitätssprung”
Es ist ein nicht ganz einfaches Thema, aber in Ronsdorf entwickelt es sich zu einer echten Erfolgsgeschichte. Mit einem Infoabend wurde im Herbst 2011 im Rahmen eines Infoabends ein Projekt vorgestellt, das nun erste Früchte trägt. Denn am Sonntag, 03. Juni 2012, werden die ersten ehrenamtlichen Hospizhelfer im Gottesdienst der Evangelischen Gemeinde in den Dienst der Sterbebegleitung eingeführt.
“Das ist für Ronsdorf ein echter Qualitätssprung”, zeigt sich Pfarrer Jochen Denker beeindruckt. Neun Hospizhelfer haben ihre Ausbildung mit dem Umfang von insgesamt 160 Lehrstunden nach etwa sechs Monaten des Lernens Ende Mai 2012 beendet – und das meist neben der Berufstätigkeit, den Interessen der Familie und eigenen Hobbys. “Alle, die angefangen haben, sind auch da geblieben”, freut sich Ute Weyersberg, Pflegedienstleitung im Diakoniezentrum an der Schenkstraße, über den großartigen und ausdauernden Erfolg.
Bereits während der Ausbildung begleiteten die angehenden Hospizhelfer ihre “professionellen” Kollegen des Hospizdienstes “Die Pusteblume” der Wuppertaler Diakonie, der als Kooperationspartner für das Projekt gewonnen werden konnte. “Die Rückmeldungen waren äußerst positiv”, bilanziert Weyersberg die gesammelten Erfahrungen. Die Ehrenamtlichen werden in Zukunft Sterbende und deren Angehörige in Ronsdorf begleiten. Angeschlossen ist das Ronsdorfer Hospizprojekt übrigens auch an das Palliativ Netzwerk Wuppertal, Betroffene können sich frühzeitig für eine umfassende Planung der Begleitung bei Katharina Ruth oder Rolf Justus vom Hospizdienst unter der Rufnummer 02 02/43 05-124 oder aber an der Pforte der Evangelischen Altenhilfe Ronsdorf melden.
“Ohne das Engagement der Ronsdorfer wären wir aber nicht so weit gekommen”, lobt Ute Weyersberg besonders die Spendenbereitschaft in den vergangenen Monaten durch direkte Zuwendungen oder aber auch im Rahmen von Beerdigungen. Denn auch wenn die Hospizhelfer von der Evangelischen Altenhilfe und der Diakonie koordiniert werden, wichtig ist den Initiatoren eines: “Unsere Arbeit wird allen Menschen zuteil”, stellt Johannes Lenz vom Förderverein Altenhilfe Ronsdorf heraus. “Egal welcher Konfession, Herkunft oder Hautfarbe.”
Die neun ehrenamtlichen Hospizhelfer, die immer wieder Rücksprache mit den hauptamtlichen Mitarbeitern der “Pusteblume” halten, werden neben den vier ebenfalls in diesem Bereich geschulten Mitarbeitern des Diakoniezentrums Schenkstraße aber in Zukunft sicherlich nicht die einzigen bleiben: “Wir werden wohl noch ein bis zwei weitere Kurse anbieten”, erklärt Altenhilfe-Geschäftsführer Volker Heuwold. Eine “Top-Ausbildung” ist dabei inklusive, wie Pfarrer Jochen Denker weiß: “Das ist eine echte Bereicherung in allen Bereichen des Lebens und etwas, auf das man wirklich stolz sein kann.”














